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Ursulinen Kloster Würzburg

Geschichtliches über die Ursulinen in Würzburg

25. Nov. 1535:

Angela Merici gründet in Brescia (Norditalien) die Gemeinschaft der Ursulinen. Die Mitglieder legen das Gelübde der Jungfräulichkeit ab und treffen sich regelmäßig, leben aber in ihren Familien.

27. Jan. 1540:

Angela stirbt hochangesehen in Brescia, nachdem sie 1535 die Ursulinen gegründet hat.

ab 1563:

Die Ursulinen werden zunehmend mit der Unterrichtung von Mädchen (Katechismus- und Elementarunterricht) beauftragt.

1566:

Erzbischof Karl Borromäus gründet eine Ursulinengemeinschaft in Mailand, die vor allem die Unterweisung in der christlichen Lehre übernehmen soll.

ab 1576:

In ganz Norditalien entstehen Ursulinengemeinschaften, deren Mitglieder teilweise zusammenleben.

Ende des 16. Jht.:

Die Gemeinschaft breitet sich in Frankreich aus und entwickelt sich zu einem monastischen Orden, dessen Mitglieder in Klausurleben. Ihre Hauptaufgabe bleibt die Erneuerung des christlichen Glaubens, die sich in der Erziehung der Mädchen in der Schule verwirklicht.

Die Ursulinen sind somit der erste weibliche Schulorden.
Handschriftlich geführte Chronik. Begonnen im Jahre 1712. Fortgeführt bis heute ...
Handschriftlich geführte Chronik. Begonnen im Jahre 1712. Fortgeführt bis heute ...

1639:

erste Gründung eines Ursulinenklosters in Deutschland (Köln).

1712:

Würzburger Bürger bitten die Ursulinen von Kitzingen am Main, auch in Würzburg eine Schule für ihre Töchter - die erste für Mädchen - zu errichten. Vier Schwestern fangen an, bald kommen neue dazu.

1804:

Das Kloster wird im Zuge der Säkularisation aufgelöst, das gesamte Inventar versteigert.

1807:

Die Würzburger bemühen sich darum, dass die Ursulinen zurückkommen und ihre Schule für Mädchen erneut aufmachen können. Sie bringen sogar das ersteigerte Klosterinventar zurück!

1937:

Die nationalsozialistische Ideologie fordert den Abbau der Schule; die Schwestern arbeiten von nun an in allen möglichen Bereichen, wo sich eben Arbeit findet.

16. März 1945:

Bei dem verheerenden Angriff auf Würzburg werden unsere Gebäude völlig zerstört. Wie so viele Frauen unserer Stadt sind auch unsere Schwestern als Trümmerfrauen tätig und machen möglich, was manche für unmöglich hielten:

1947:

Die Schule kann - zunächst mit zwei Räumen - wiedereröffnet werden! Insgesamt dauert der Wiederaufbau bis in die 60er Jahre hinein und ist erst mit der Wiedereinweihung der Kirche 1980 ganz abgeschlossen.

1985:

Feier des 450-jährigen Gründungsjubiläums der Ursulinen.

1994:

Einweihung der neuen Sporthalle in der Ursulinengasse, wo ein angrenzendes Grundstück gekauft und umgestaltet wurde.
Heute führt Sr. Lioba regelmäßig unsere Chronik fort.
Heute führt Sr. Lioba regelmäßig unsere Chronik fort.

1995:

Verabschiedung von Sr. Lioba aus dem aktiven Schuldienst nach dreißigjähriger Schulleitung (Gymnasium bis 1989, Realschule bis 1995). Übergabe der Schulleitung der Realschule an Sr. Katharina

2006:

Verabschiedung von Sr. Petra als Direktorin des Gymnasiums und Übergabe der Schulleitung an Sr. Andrea. Sr. Petra ist weiterhin im Schuldienst tätig.

2007:

Feier der 200-jährigen Heiligsprechung Angelas.

2008:

Neugestaltung der Hauskapelle.